Adventskalenderzeit

Jedes Jahr kurz vor Weihnachten gibt es ihn, – das Highlight für alle Kinder – den Adventskalender. Doch nicht nur die Kleinen freuen sich. Auch immer mehr Erwachsene lieben die tägliche Überraschung aus den einzelnen Türchen.

 

Warum gibt es Adventskalender?

Adventskalender gibt es seit dem 19. Jahrhundert. Anfangs in Form von Adventsandachten, die am ersten Advent begannen und in denen täglich gesungen, gebetet oder Bibelstellen gelesen wurden. Kindern fiel die Wartezeit bis Weihnachten noch viel schwerer – für sie war Zeit ungreifbar. Daher begannen nach und nach die Eltern, für ihre Kinder etwas „Greifbares“ zu basteln. In manchen Haushalten hängte die Mutter jeden Tag ein neues weihnachtliches Bild auf. Andere malten Kreidestriche in den Türrahmen oder auf eine Schranktür – die Kinder durften dann jeden Tag einen Strich wegwischen. Auch gab es kleine Tannenbäumchen in die jeden Tag Bibelverse, Fähnchen, Sterne oder Kerzen gesteckt wurden. In manchen Familien gab es jeden Tag einen Strohhalm oder eine Feder, welche in die Krippe gelegt werden durfte, damit das Jesuskind es schön weich hat.

Ende des 19. Jahrhunderts entwickelte sich eine Weihnachtsuhr, auf der die Zeiger jeden Tag ein Stück weiter gestellt werden durfte. Schließlich erschien in Hamburg 1902 der erste gedruckte Kalender. Er wurde von Gerhard Lang weiterentwickelt. Erste Versionen mit Schokolade oder auch Keksen, die abgebissen werden durften entstanden. Im Krieg wurden die christlichen Werte und Ideen des Adventskalenders für eigene Zwecke missbraucht. Die ersten, für jeden erhältlichen und mit Schokolade gefüllten Adventskalender entstanden dadurch erst 1958.

 

Adventskalender in der heutigen Zeit

muenster
Prinzipalmarkt in Münster

Inzwischen werden die einzelnen „Türchen“ nicht mehr nur mit Schokolade und Bildern, sondern auch mit vielen anderen Kleinigkeiten. Es gibt Kalender mit Parfüm, Tee, Feinkost, Wellnessprodukten und vielem mehr.

Zudem gibt es im Zeitalter des Internets natürlich auch viele virtuelle Kalender. Besonders ans Herz legen möchte ich euch in diesem Jahr den Facebook-Kalender Küchenkläppchen von meiner Kollegin Gudrun Borgschulte und ihrer Schwester.

Noch persönlicher sind selbstgemachte Kalender aus Pappe, Holz, Stoff oder anderem, die liebevoll mit persönlichen Kleinigkeiten gefüllt werden. Mein persönliches Highlight ist eine Mischung aus kleinen Naschereien und Zeit, denn Zeit ist heutzutage ein sehr kostbares Gut geworden.

Gemeinsam Zeit verbringen. Hier in Münster kann man das auf sehr viele schöne Arten. Wie? Damit werde ich euch in den Tagen vor Weihnachten die Zeit verkürzen. Ich würde mich freuen, wenn ihr mal reinschaut.

Wie wäre es fürs erste mit einem kleinen Abendspaziergang durch Münster?

Titelbild (c) Uwe Wagschal | PIXELIO

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