Türchen elf – Stressmanagement in der Weihnachtszeit

Weihnachtszeit ist eigentlich eine besinnliche Zeit. Überall Lichter und Kerzen. Musik, welche die Seele berührt. Alles wird langsamer und beschaulicher angegangen. Es wird mehr Zeit miteinander verbracht. Mehr Zeit mit schönen Dingen. Mehr Zeit mit den Lieben.

 

Eigentlich…

Die Realität sieht leider anders aus. Auch an den Tagen vor Weihnachten wird die Arbeit selten weniger. An der Musik und den Lichtern hetzen wir vorbei um, noch schnell einen Glühwein auf dem Weg, die letzten Geschenke zu besorgen. Vielleicht auch erst die ersten – schließlich haben wir ja erst den 11.Dezember, oder? Zeit für schöne Dinge nehmen wir uns dabei selten. Zeit für uns selbst noch weniger. Und die Lieben haben wir ja schließlich schon Weihnachten am Hals, oder? Den meisten Stress machen wir uns dabei selbst.

Auf der Suche nach schönen Dingen für unseren Adventskalender ist mir diese Geschichte begegnet, welche genau zu diesem Thema passt. Sie würde auch sehr gut in die Bücher des argentinischen Schriftstellers Jorge Bucay passen. Falls ihr also noch ein Weihnachtsgeschenk sucht, seid ihr mit seinen wunderschönen Geschichten gut beraten. Aber nun zu unserer:


Das Wassergleichnis

Eine Psychologin läuft im Raum umher, während sie ihren Zuhörer etwas über Stressmanagement erzählt.  Als sie ein Wasserglas hoch hält, erwartet jeder die typische Frage: „Ist dieses Glas halb leer oder halb voll?“ Stattdessen fragte sie mit einem Lächeln auf dem Gesicht: „Wie schwer ist dieses Glas?“

Die Antworten sind sehr unterschiedlich. Jeder schätzt das Gewicht. Irgendwas zwischen 200g und 600g.

Die Psychologin aber antwortet: „Das absolute Gewicht spielt keine Rolle. Es hängt davon ab, wie lange ich es in der Hand halte. Halte ich es für eine Minute, ist es kein Problem. Wenn ich es für eine Stunde halten muss, werde ich bereits einen leichten Schmerz im Arm verspüren. Muss ich es für einen ganzen Tag halten, würde sich mein Arm taub und gelähmt anfühlen. Das Gewicht des Glases ändert sich nicht, aber umso länger ich es halte, desto schwerer wird es.“

Sie fuhr fort: „Stress und Sorgen im Leben sind wie dieses Glas mit Wasser. Denke über sie eine kurze Zeit nach und sie hinterlassen keine Spuren. Denke über sie etwas länger nach und sie werden anfangen dich zu verletzen. Wenn du über deine Sorgen den ganzen Tag nachdenkst, wirst du dich irgendwann wie gelähmt fühlen und nicht mehr in der Lage sein, irgendetwas zu tun.“

Es ist wirklich wichtig sich in Erinnerung zu rufen, den Stress und die Sorgen auch mal Beiseite zu schieben. Tragt sie nicht in den Abend und in die Nacht hinein. Denkt daran, dass Glas einfach mal abzustellen!


Falls ihr übrigens auf der Suche seid nach Musik, die eure Seele berührt, kann ich euch Pentatonix empfehlen. Nehmt euch Zeit zu genießen.

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